Haßloch: Ausstellung über die Verbrechen an den Donauschwaben

Am 10. Juli 2017 wurde im Haßlocher Rathaus durch Bürgermeister Lothar Lorch die Ausstellung der Landsmannschaft der Donaudeutschen in Rheinland-Pfalz mit dem Titel „Verbrechen an den Donauschwaben in Jugoslawien 1944-1948“ eröffnet. Auf 14 Schautafeln wird über das Schicksal der Donauschwaben unmittelbar nach der Machtübernahme der Tito-Partisanen informiert. Die Ausstellung im pfälzischen Haßloch ist noch bis zum 11. August 2017 zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung sprach Josef Jerger, Ehrenvorsitzender der Landsmannschaft der Donaudeutschen in Rheinland-Pfalz, Vizepräsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben und stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben in Deutschland, als Zeitzeuge. Jerger war als Kind in Rudolfsgnad, dem Vernichtungslager mit den meisten Toten (11 000), interniert und erlebte hautnah mit, wie sowohl seine Großmutter als auch seine Urgroßmutter ums Leben kamen. „Das sind Bilder, die man nicht vergisst“, kommentierte Jerger seine Erinnerungen an das Lagergrauen. Im Anschluss daran richtete Dr. Wolfgang Thüne, Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Rheinland-Pfalz, ein Grußwort an die 40 Zuhörer. Dabei übte er Kritik an einer ideologischen Besessenheit, die solche Verbrechen ermöglichen. Wie aktuell ideologische Verblendung sei, unterstrichen die linksextremen Gewaltausbrüche am Rande des G20-Gipfels in Hamburg.

Ausstellung „Verbrechen an den Donauschwaben in Jugoslawien 1944-1948“
zu sehen bis 11. August 2017
Rathaus, Foyer im Erdgeschoss, Rathausplatz 1, 67454 Haßloch (Pfalz), Deutschland

2017-07-11
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